ADV begrüßt neue Luftfahrtstrategie als Signal für den Standort Deutschland
Der Flughafenverband ADV bewertet die von Bundeskanzler Friedrich Merz auf der ILA 2026 vorgestellte neue Luftfahrtstrategie der Bundesregierung als wichtiges Zukunftssignal für den Luftverkehrsstandort Deutschland. Aus Sicht des Verbands wird die Luftfahrt damit erstmals ressortübergreifend als strategisch bedeutender Bereich für Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz, staatliche Souveränität und Nachhaltigkeit anerkannt.
ADV-Präsidentin Aletta von Massenbach erklärte, die Bundesregierung sende mit der neuen Strategie ein wichtiges industrie- und standortpolitisches Zeichen. Dass Flughäfen ausdrücklich als strategische Infrastruktur benannt würden, sei ein notwendiger und richtiger Kurswechsel. Die Luftfahrt dürfe nicht länger als Randthema betrachtet werden, sondern müsse als Voraussetzung für wirtschaftliche Stärke, internationale Erreichbarkeit, Krisenfestigkeit und staatliche Handlungsfähigkeit verstanden werden.
Zugleich machte von Massenbach deutlich, dass die Nachfrage nach Flugreisen weiterhin hoch sei. Viele Menschen wollten auch künftig Urlaubsreisen unternehmen, berufliche Termine wahrnehmen, Angehörige besuchen und andere Kulturen kennenlernen. Dafür brauche es ein dichtes Netz an Flughäfen und Flugverbindungen und keinen weiteren Abbau von Strecken. Auch der Tourismus nach Deutschland sei in hohem Maß auf internationale Luftverkehrsanbindungen angewiesen.
Nach Einschätzung des Flughafenverbands wird es nun vor allem auf die praktische Umsetzung der Strategie ankommen. Die formulierten Ziele seien ambitioniert, müssten aber mit konkreten Maßnahmen unterlegt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts tatsächlich zu stärken. Von Massenbach forderte in diesem Zusammenhang wieder faire Wettbewerbsbedingungen im internationalen Luftverkehr. Hohe staatlich verursachte Standortkosten belasteten Airlines und Flughäfen gleichermaßen. Deshalb müssten den Ankündigungen nun konkrete Schritte folgen, insbesondere bei der Luftverkehrsteuer, den Flugsicherungskosten und den Luftsicherheitsgebühren.
Positiv bewertet die ADV, dass Themen wie Resilienz, Digitalisierung und nachhaltiger Umbau des Luftverkehrs in der Strategie stärker berücksichtigt werden. Die Flughäfen investierten bereits heute umfangreich in Klimaschutz, Bodenstromversorgung, digitale Prozesse und moderne Sicherheitsinfrastruktur. Nach Auffassung des Verbands kann die Transformation der Luftfahrt nur gelingen, wenn leistungsfähige Flughäfen vorhanden sind und langfristige Investitionssicherheit besteht. Dafür brauche es technologieoffene Förderung, verlässliche politische Rahmenbedingungen und eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Luftverkehrswirtschaft.
Ein weiterer zentraler Punkt ist aus Sicht der ADV die Ausweitung internationaler Luftverkehrsrechte. Im Wettbewerb mit europäischen und außereuropäischen Drehkreuzen brauche Deutschland eine offenere und strategischer ausgerichtete Verkehrspolitik, um Konnektivität, Wertschöpfung und internationale Anbindung dauerhaft zu sichern. Von Massenbach betonte, Deutschland dürfe sich bei Luftverkehrsrechten nicht selbst ausbremsen. Zusätzliche Verkehrsrechte stärkten die internationale Erreichbarkeit der Wirtschaftsregionen, erhöhten die Attraktivität des Standorts und sicherten die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Luftverkehr. Andere europäische Staaten gingen hier deutlich wirtschaftsfreundlicher vor. Eine moderne Luftverkehrspolitik müsse deshalb Wachstum ermöglichen und die Interessen des Wirtschaftsstandorts Deutschland stärker in den Mittelpunkt rücken.
Der Flughafenverband unterstützt nach eigener Aussage ausdrücklich das Ziel der Bundesregierung, Deutschland als führende Luftfahrtnation weiterzuentwickeln. Entscheidend sei nun, die Strategie gemeinsam mit der Branche praxisnah und investitionsorientiert fortzuführen. Dafür stünden die ADV-Flughäfen bereit.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADV Deutsche Verkehrsflughäfen/Veröffentlicht am 10.06.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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