ADV drängt auf Entlastung für stabilen Luftverkehr
Der Flughafenverband ADV fordert von der Bundesregierung kurzfristige Maßnahmen, um den Luftverkehr in Deutschland zu stabilisieren.
EU-Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas stellte am Vortag in Brüssel den „Accelerate EU Plan“ vor. Mit diesem Konzept will die Europäische Kommission die kurzfristige Versorgungssicherheit mit einer langfristigen Stärkung der Widerstandsfähigkeit verbinden. Im Mittelpunkt stehen dabei mehr Transparenz, eine engere Zusammenarbeit der Mitgliedstaaten und widerstandsfähigere Lieferketten. Hintergrund des Plans sind die steigenden Energiepreise sowie die wachsende Unsicherheit in Wirtschaft und Gesellschaft. Der Luftverkehr rückt dabei besonders in den Fokus.
Der Flughafenverband ADV bewertet das abgestimmte Vorgehen auf europäischer Ebene positiv. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel machte deutlich, dass der Verband es ausdrücklich begrüße, dass die EU-Kommission die aktuelle Entwicklung genau beobachte und konkrete Schritte für ein besseres Monitoring der Kerosinversorgung einleite. Ein gemeinsames europäisches System zur Überwachung verfügbarer Flugtreibstoffbestände sei aus Sicht des Verbands sinnvoll und notwendig. Dabei gehe es nicht um Panikmache, sondern um vorausschauendes wirtschaftliches Handeln.
Gleichzeitig sieht die ADV auch in Deutschland dringenden politischen Handlungsbedarf. Zwar sei die Versorgung an den deutschen Flughäfen derzeit gesichert und die Tanklager seien ausreichend gefüllt, dennoch setzten die hohen Kerosinpreise die Branche stark unter Druck. Beisel verwies darauf, dass mehr als 30 Prozent der Betriebskosten von Airlines auf Treibstoff entfielen. Preissteigerungen träfen daher unmittelbar die Wirtschaftlichkeit vieler Flugverbindungen, wobei vor allem Strecken mit geringer Rentabilität gefährdet seien.
Aus Sicht des Flughafenverbands ist deshalb eine vorübergehende Aussetzung der Luftverkehrsteuer erforderlich, um Streckenstreichungen zu verhindern. Zugleich betonte Beisel, dass Reisende sich um ihre Sommerurlaubspläne keine Sorgen machen müssten.
Insgesamt spricht sich die ADV für ein abgestimmtes Handeln von EU und Bundesregierung aus. Während die Europäische Union für Transparenz, Koordination und Versorgungssicherheit im Binnenmarkt sorgen müsse, sei die Bundesregierung gefordert, den Luftverkehrsstandort Deutschland kurzfristig bei Steuern und Gebühren zu entlasten. Nach Auffassung des Verbands lasse sich die Stabilität des Luftverkehrs nur sichern, wenn europäische Strukturmaßnahmen und nationale Entlastungen ineinandergreifen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADV Deutsche Verkehrsflughäfen/Veröffentlicht am 23.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.