ADV warnt vor Einbruch im Luftverkehr
Passagierrückgang an deutschen Flughäfen verschärft die Krise
Die deutschen Verkehrsflughäfen haben im April 2026 einen deutlichen Rückgang beim Passagieraufkommen verzeichnet. Nach Angaben des Flughafenverbands ADV sank die Zahl der Fluggäste auf nur noch rund 16,7 Millionen. Damit fehlten im Vergleich zu den Erwartungen etwa 1,65 Millionen Passagiere. Der Verband sieht darin einen schweren Einschnitt mit weitreichenden Folgen für Wertschöpfung, Arbeitsplätze und die internationale Anbindung Deutschlands.
Einen wesentlichen Anteil an diesem Rückgang hatten die einwöchigen Streiks bei der Lufthansa. Sie führten nach Einschätzung des Verbands zu einem Verlust von fast einer Million Passagieren. Zusätzlich verschärfte der Nahostkonflikt die Lage. Flugausfälle in diesem Zusammenhang sorgten dafür, dass weitere knapp 400.000 Reisende wegfielen.
Darüber hinaus verweist der ADV auf zusätzliche Belastungen durch Flugstreichungen der Airlines. Als Gründe nennt der Verband hohe staatliche Standortkosten und steigende Betriebskosten. Diese Faktoren dürften sich in den kommenden Monaten weiter verschärfen.
Externe Krisen treffen auf strukturelle Standortnachteile
Der starke Einbruch ist aus Sicht des Verbands auf ein Zusammenspiel mehrerer Belastungsfaktoren zurückzuführen. Dazu zählen die anhaltende Nahostkrise, umfangreiche Streiks sowie Flugstreichungen infolge stark gestiegener Kerosinpreise. ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel erklärte, die aktuellen Zahlen seien ein deutliches Warnsignal. Dauerhafte Streiks, geopolitische Krisen und kräftig steigende Betriebskosten der Airlines träfen die deutschen Flughäfen mit voller Härte und rissen erhebliche Lücken in die Konnektivität des Landes.
Nach Einschätzung des Verbands haben die vergangenen Wochen die Branche massiv belastet. Während der Krieg in der Golfregion und die Entwicklung der Kerosinpreise den internationalen Luftverkehr unter Druck setzten, kam es in Deutschland vor allem durch Streiks im April zu umfangreichen Flugausfällen.
Angebot schrumpft weiter
Mit Blick auf die kommenden Monate äußert sich der Verband besorgt. Beisel machte deutlich, dass derzeit mehrere externe Schocks gleichzeitig auf die Branche einwirkten. Deutschland sei jedoch besonders stark betroffen, weil zu den globalen Krisen auch hausgemachte Nachteile eines Hochsteuerstandorts hinzukämen. Die Fluggesellschaften reagierten darauf mit Angebotskürzungen und der Streichung von Verbindungen.
Die Folgen seien bereits sichtbar. So führen die jüngsten Kapazitätskürzungen und Streckenstreichungen von Ryanair am Hauptstadtflughafen dazu, dass künftig mehr als zwei Millionen Reisende in Berlin kein passendes Flugangebot mehr vorfinden werden.
Auch an anderen deutschen Flughäfen drohen spürbare Einschnitte. Im europäischen Vergleich werde der strukturelle Wettbewerbsnachteil deutscher Standorte immer deutlicher. Während andere Länder Wachstum verzeichneten, verliere Deutschland an Boden. Aus Sicht des Verbands zeigt sich darin eine schrittweise, aber anhaltende Verschlechterung des Flugangebots und der internationalen Anbindung. Dies habe direkte Auswirkungen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Standorts Deutschland.
ADV fordert rasches politisches Eingreifen
Vor diesem Hintergrund richtet der Flughafenverband einen dringenden Appell an die Bundesregierung. Ralph Beisel betonte, dass die Politik auf geopolitische Krisen zwar keinen unmittelbaren Einfluss habe, sehr wohl aber auf die Wettbewerbsbedingungen in Deutschland. Der Wettbewerb im Luftverkehr werde zunehmend auch politisch bestimmt. Deshalb müsse die Bundesregierung jetzt handeln und Airlines sowie Flughäfen spürbar von den selbst verursachten Standortbelastungen entlasten.
Konkret fordert der ADV kurzfristig eine sofortige Aussetzung der Luftverkehrsteuer. Mittelfristig sei mindestens eine Halbierung dieser Abgabe notwendig.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADV Deutsche Verkehrsflughäfen/Veröffentlicht am 06.05.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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