Drohnenabwehr an Flughäfen soll deutlich gestärkt werden
Die diesjährige Herbstkonferenz der Innenminister rückt den Schutz sensibler Lufträume vor unerlaubten Drohnenflügen in den Fokus. Der Flughafenverband ADV unterstützt die Initiative der Bundesregierung, moderne Systeme zur Erkennung und Abwehr von Drohnen für zunächst acht deutsche Verkehrsflughäfen anzuschaffen.
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel betont, dass unkontrollierte Drohnenbewegungen in Flughafennähe ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen. Er weist darauf hin, dass die geplante Beschaffung leistungsfähiger Systeme ein wesentlicher Schritt sei, um die Robustheit der Flughäfen gegenüber solchen Störungen zu erhöhen.
Aus Sicht der Flughäfen sendet die Entscheidung, Beschaffung und Betrieb zentral bei der Bundespolizei anzusiedeln, ein lange erwartetes Signal. Betreiber, Landespolizeien und die Deutsche Flugsicherung seien bereit, eng mit der Bundespolizei zusammenzuarbeiten, um gemeinsam ein hohes Maß an Sicherheit im Luftverkehr sicherzustellen.
Beisel macht außerdem deutlich, dass die neuen Systeme eine frühzeitige und verlässliche Erfassung unerlaubter Drohnenaktivitäten ermöglichen sollen. Mit einem umfassenderen Lagebild über Art, Häufigkeit und Flugrouten wachse zugleich die Erwartung, dass Beeinträchtigungen des Flugbetriebs künftig deutlich seltener auftreten.
Angesichts der laufenden politischen Abstimmungen zur Einrichtung eines zentralen Drohnenabwehrzentrums hebt die ADV die Bedeutung klarer Verantwortlichkeiten zwischen Bund und Ländern hervor. Die jüngsten gesetzlichen Anpassungen, darunter erweiterte Befugnisse der Bundespolizei im Bundespolizeigesetz und neue Einsatzmöglichkeiten der Bundeswehr nach dem Luftsicherheitsgesetz, gelten dabei als stabile Grundlage.
Zum Abschluss betont Beisel, dass ein gemeinsames Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern eine wichtige Voraussetzung für eine effiziente und verlässlich koordinierte Reaktion auf Drohnenlagen sei. Dies stärke die gesamte Sicherheitsarchitektur und erhöhe die Sicherheit im Luftverkehr nachhaltig.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADV Deutsche Verkehrsflughäfen/Veröffentlicht am 01.12.2025
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