Flughafenverband fordert Entlastung im Bundeshaushalt
Mit der sogenannten Schlussrunde werden am Freitag die Beratungen über die Einzelpläne des Bundeshaushalts zunächst abgeschlossen. Anschließend gehen die Etatentwürfe zur weiteren Beratung an den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages. Damit beginnt die entscheidende parlamentarische Phase für den Bundeshaushalt 2027.
Der Flughafenverband ADV begrüßt mehrere vorgesehene Ausgaben für die Luftverkehrsinfrastruktur. Gleichzeitig fordert er weitere Unterstützung bei der Dekarbonisierung und eine deutliche Senkung der Standortkosten.
50 Millionen Euro für Flugsicherung an kleineren Flughäfen
Für Flugsicherungsleistungen an kleineren Flughäfen sieht der Haushaltsentwurf 50 Millionen Euro vor. Damit wird der Ansatz aus dem Jahr 2026 unverändert fortgeführt.
ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel bewertet dies als wichtige Planungssicherheit für regionale Flughäfen. Eine leistungsfähige Flugsicherung gehöre zur staatlichen Infrastrukturverantwortung. Von der Finanzierung profitierten bundesweit 45 Flughäfen, die nicht unter das System der Deutschen Flugsicherung fallen.
35 Millionen Euro für Bodenstrom und PCA-Anlagen
Für die Jahre 2026 bis 2029 sind außerdem insgesamt 35 Millionen Euro für ein Förderprogramm für Bodenstrom und sogenannte PCA-Anlagen vorgesehen. Mit diesen Anlagen können Flugzeuge am Boden unter anderem mit Strom und klimatisierter Luft versorgt werden, ohne dafür ihre Hilfstriebwerke nutzen zu müssen.
Die weitere Elektrifizierung der Flughafenvorfelder soll dazu beitragen, Emissionen zu verringern und Klimaschutzziele zu erreichen.
Aus Sicht des Flughafenverbandes reicht die Förderung jedoch nicht aus. Auch die Umstellung der Fahrzeugflotten an Flughäfen auf nachhaltige Antriebe müsse unterstützt werden.
ADV fordert neue Förderung für Spezialfahrzeuge
Die im Jahr 2024 ausgelaufene Förderung für Lastwagen und Sonderfahrzeuge sollte nach Auffassung des ADV wieder eingeführt werden.
Der Verband fordert zudem, Flughafen-Spezialfahrzeuge ohne Straßenzulassung ausdrücklich in das Förderprogramm einzubeziehen. Dadurch könnte nach Einschätzung des ADV die Transformation des gesamten Vorfeldbetriebs vorangetrieben werden.
Bund erwartet 2,06 Milliarden Euro Luftverkehrsteuer
Kritisch bewertet der Verband die weiterhin hohe Belastung durch Steuern und Gebühren. Für 2027 rechnet der Bund mit Einnahmen von 2,06 Milliarden Euro aus der Luftverkehrsteuer.
Der ADV sieht darin einen Wettbewerbsnachteil für deutsche Flughäfen. Diese konkurrierten europaweit um Fluggesellschaften, Strecken und Kapazitäten. Hohe Standortkosten erschwerten die Erholung des deutschen Luftverkehrs und beeinträchtigten zugleich die internationale Anbindung der Wirtschaft.
Beisel warnt, dass die Luftverkehrsteuer mit einer Belastung von mehr als zwei Milliarden Euro die Wettbewerbsfähigkeit der Flughäfen erheblich einschränke. Für 2026 erwartet der Verband zudem einen Rückgang der Passagierzahlen gegenüber dem Vorjahr. Fluggesellschaften verlagerten zunehmend Flugzeuge an Standorte im europäischen Ausland. Aus Sicht des ADV müssen die Standortkosten deshalb konsequent gesenkt werden.
Dauerhafte Finanzierung für Drohnenabwehr gefordert
Ein weiterer Schwerpunkt ist die Sicherheit an Verkehrsflughäfen. Der ADV bewertet die Ausstattung großer Flughäfen mit Systemen zur Drohnendetektion und -abwehr positiv.
Der Verband betrachtet die Abwehr von Drohnen als hoheitliche Aufgabe. Deshalb müssten nicht nur die Anschaffung, sondern auch Betrieb und Wartung solcher Systeme dauerhaft über den Bundeshaushalt finanziell abgesichert werden.
Der Flughafenverband fordert damit neben der bereits vorgesehenen Unterstützung für Flugsicherung und Elektrifizierung weitere Maßnahmen, um Sicherheit, Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit des Luftverkehrsstandorts Deutschland langfristig zu stärken.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von ADV Deutsche Verkehrsflughäfen/Veröffentlicht am 10.09.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.
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