Lufthansa-Streiks: Diese Rechte haben Passagiere
Flightright, nach eigener Darstellung führendes Portal für die Durchsetzung von Fluggastrechten, weist auf eine anhaltende Streikserie bei Lufthansa hin. Nachdem bereits Piloten und Kabinenpersonal die Arbeit niedergelegt hatten, seien nun weitere mehrtägige Arbeitsniederlegungen verschiedener Berufsgruppen angekündigt. Vor allem die wichtigen Drehkreuze Frankfurt und München seien betroffen. Dadurch komme es zu zahlreichen Flugausfällen und erheblichen Verspätungen, sodass viele tausend Reisende ihre Pläne anpassen müssten.
Nach Einschätzung von Flightright handelt es sich bei einem Streik des eigenen Personals um ein übliches unternehmerisches Risiko. Deshalb könne sich die Airline in solchen Fällen nicht auf außergewöhnliche Umstände berufen. Reisende hätten bei kurzfristigen streikbedingten Annullierungen und erheblichen Verspätungen grundsätzlich Anspruch auf eine Entschädigung zwischen 250 und 600 Euro. Flightright verweist in diesem Zusammenhang darauf, dass der Europäische Gerichtshof bereits Anfang 2021 im Verfahren C-28/20 entschieden habe, dass innerbetriebliche Streiks von Airlines Entschädigungsansprüche für Fluggäste auslösen können.
Die wichtigsten Rechte von Flugreisenden bei Streiks im Überblick
Bei verspäteten oder annullierten Flügen kann ein Anspruch auf Entschädigung von bis zu 600 Euro bestehen. Wird ein Flug gestrichen, können Passagiere zwischen einer kostenlosen Ersatzbeförderung und der Erstattung des Ticketpreises wählen. Fluggesellschaften sind verpflichtet, schnellstmöglich eine alternative Beförderung zu organisieren. Dabei müssen sie auch Verbindungen mit anderen Airlines oder Umsteigeverbindungen in Betracht ziehen.
Kommt es am Flughafen zu längeren Wartezeiten, haben Reisende Anspruch auf Betreuungsleistungen. Dazu zählen unter anderem Getränke, Mahlzeiten, Kommunikationsmöglichkeiten sowie bei Bedarf eine Hotelunterbringung. Verzögert sich ein Flug um mehr als fünf Stunden oder wird er komplett gestrichen, kann zudem die Rückzahlung des Ticketpreises verlangt werden.
Sorgt die Airline nicht rechtzeitig für eine zumutbare Ersatzbeförderung, dürfen Reisende selbst eine Alternative buchen, etwa einen anderen Flug oder eine Unterkunft. Die dafür notwendigen und angemessenen Ausgaben können anschließend bei der Fluggesellschaft geltend gemacht werden.
Tarifkonflikte als Auslöser der Streiks
Auslöser der aktuellen Streiks sind mehrere festgefahrene Tarifauseinandersetzungen innerhalb des Lufthansa-Konzerns. Gewerkschaften wie die Vereinigung Cockpit und UFO verlangen Verbesserungen bei Bezahlung, Arbeitsbedingungen und Altersvorsorge. Da die Verhandlungen bislang ohne Ergebnis geblieben seien, sei es wiederholt zu Streikaufrufen gekommen. Diese hätten den Flugbetrieb erheblich eingeschränkt und den Konflikt weiter verschärft.
Über Flightright
Flightright ist auf die Durchsetzung von Fluggastrechten spezialisiert und unterstützt Reisende bei Verspätungen, Flugannullierungen und Nichtbeförderungen. Grundlage der Tätigkeit ist die EU-Fluggastrechteverordnung (EG) Nr. 261/2004. Nach Unternehmensangaben wurden bislang mehr als 700 Millionen Euro an Entschädigungen für Flugreisende durchgesetzt. Über 17 Millionen Verbraucherinnen und Verbraucher hätten das digitale Angebot bereits genutzt. In der Digitalwirtschaft wird das Modell dem Bereich Legal Tech beziehungsweise Justice as a Service zugeordnet. Gegründet wurde Flightright 2010 von Dr. Philipp Kadelbach. Seit 2021 steht das Unternehmen unter der Leitung von CEO Dr. Jan-Frederik Arnold.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Flightright GmbH/Veröffentlicht am 15.04.2026 und wurde unter Zuhilfenahme von KI erstellt.