Neue Finanzhilfen für Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden geplant
Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden bleiben wirtschaftlich unter Druck. Obwohl ein Rettungspaket in Höhe von 100 Millionen Euro bis 2026 bewilligt ist, zeichnen sich bereits weitere Unterstützungen aus öffentlichen Mitteln ab. Recherchen der Mitteldeutsche Zeitung zufolge beabsichtigen die beiden Haupteigentümer, die Länder Sachsen-Anhalt und Sachsen, in den Jahren 2027 bis 2029 zusätzliche 71 Millionen Euro bereitzustellen. Über diesen Plan berät die Landesregierung in Magdeburg.
Im Unterschied zu früheren Finanzhilfen möchte Sachsen-Anhalt künftig sicherstellen, dass eigene Mittel nicht mehr dem Standort Dresden zugutekommen. In einer vom Finanzminister Michael Richter unterzeichneten Kabinettsvorlage wird ausgeführt, dass die Zuschüsse des Landes ausschließlich für nichtwirtschaftliche Ausgaben des Flughafens Flughafen Leipzig/Halle vorgesehen seien. Dazu zählen unter anderem Kosten für Flugsicherung oder Brandschutz. Diese Zweckbindung soll es ermöglichen, an der gemeinsamen Dachgesellschaft beider Flughäfen festzuhalten und eine Privatisierung des Standorts Flughafen Dresden vorerst zu vermeiden.
Die Mitteldeutsche Flughafen AG befindet sich mehrheitlich im Besitz des Freistaats Sachsen mit 81,3 Prozent, während Sachsen-Anhalt 18,7 Prozent hält. In diesen Anteilen sind kleinere Beteiligungen der Städte Leipzig, Dresden und Halle enthalten. Von den vorgesehenen 71 Millionen Euro sollen 62 Millionen Euro entsprechend der Beteiligungsverhältnisse von beiden Ländern getragen werden. Weitere neun Millionen Euro, die ausschließlich für den Flughafen Dresden bestimmt sind, will Sachsen allein finanzieren.
Zusätzlich plant die Gesellschaft Einnahmen von rund 80 Millionen Euro durch die Vermarktung von Grundstücksflächen. Diese einmaligen Erlöse gelten als zentral für den Fortbestand des Unternehmens, da sie zur Reduzierung der Verschuldung und damit auch der Zinslast beitragen sollen.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Mitteldeutsche Zeitung/Veröffentlicht am 19.01.2026
Flughäfen begrüßen weniger Bürokratie im Verkehr
Das Bundeskabinett hat das vom Bundesministerium für Verkehr eingebrachte Gesetz zum Bürokratierückbau im Verkehrsbereich sowie die dazugehörige Verordnung beschlossen. Mit dem Maßnahmenpaket sollen Verwaltungsabläufe vereinfacht, Berichtspflichten verringert, nationale Sonderregelungen abgebaut...
Lufthansa darf CO2-Werbung für Flüge nicht mehr nutzen
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat sich in einem Verfahren gegen die Deutsche Lufthansa durchgesetzt. Die Fluggesellschaft darf eine bestimmte Werbeaussage zu kostenpflichtigen CO2-Ausgleichsangeboten für Flugreisen nicht weiter verwenden. Das Oberlandesgericht...