Ruhigere Nächte am Hamburger Flughafen
Die nächtliche Situation rund um den Hamburger Flughafen hat sich im vergangenen Jahr deutlich entspannt. Im Jahr 2025 ging die Zahl der verspäteten Starts und Landungen nach 23:00 Uhr um 23 Prozent zurück. Dies geht aus der aktuellen Auswertung der Fluglärmschutzbeauftragten hervor. Ausschlaggebend für diese Entwicklung war der kontinuierliche Austausch zwischen der Fluglärmschutzbeauftragten, dem Flughafen und den Airlines, der zu realistischeren Flugplänen geführt hat. Zusätzlich wirkt die seit dem Frühjahr 2025 geltende Entgeltordnung, die Verspätungen für Fluggesellschaften spürbar verteuert.
Im Zeitraum zwischen 23:00 und 24:00 Uhr wurden 2025 insgesamt 756 verspätete Flüge registriert, nachdem es im Vorjahr noch 978 waren. Auch nach Mitternacht kam es seltener zu Ausnahmen: Die Zahl sank von 41 auf 26 Flüge. Besonders während der Sommermonate zeigte sich die Wirkung der Maßnahmen. An 29 Nächten endete der Flugbetrieb pünktlich um 23:00 Uhr, im Jahr zuvor war dies lediglich an 20 Nächten gelungen.
Die Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, Katharina Fegebank, bewertete die Ergebnisse als positives Signal für die Anwohnenden des Flughafens. Sie erklärte, dass der eingeschlagene Weg für besseren Lärmschutz messbare Effekte zeige. Die neue Entgeltordnung und der fortlaufende Dialog mit den Airlines hätten dazu beigetragen, Flugpläne verlässlicher zu gestalten und die Nachtruhe besser einzuhalten. Der deutliche Rückgang der späten Flüge zeige, dass die Airlines auf diese Steuerungsinstrumente reagieren. Lärmschutz sei zugleich Gesundheitsschutz, weshalb es weiterhin Ziel bleibe, die Belastung für die Nachbarschaft möglichst gering zu halten, ohne die verkehrliche Anbindung Hamburgs zu vernachlässigen. Dabei verwies sie auch auf die besondere Herausforderung eines zentrumsnahen Flughafens mit großer Bedeutung für den Wirtschaftsstandort.
Das Gesamtaufkommen des Flugverkehrs blieb 2025 stabil. Mit rund 127.000 Flugbewegungen lag es auf dem Niveau des Vorjahres, jedoch weiterhin deutlich unter dem Stand vor der Pandemie. Im Jahr 2019 waren noch etwa 155.000 Bewegungen verzeichnet worden, was einem Rückgang von rund 18 Prozent entspricht.
Auch bei den Beschwerden über Fluglärm ist eine Entlastung erkennbar. Im Jahr 2025 wandten sich 967 Bürgerinnen und Bürger an die Fluglärmschutzbeauftragte, nachdem es im Vorjahr noch knapp 1.300 gewesen waren. Die insgesamt erfasste Zahl von rund 27.000 Beschwerden fiel statistisch dennoch höher aus, da einzelne Personen mehrfach Eingaben machten. Inhaltlich bezog sich etwa die Hälfte der Beschwerden auf die Anzahl der Flüge, rund ein Viertel thematisierte Störungen der Nachtruhe. Eine detaillierte regionale Auswertung der Beschwerdelage ist in der entsprechenden Statistik für 2025 dokumentiert.
Dieser Text basiert auf einer Pressemitteilung von Hansestadt Hamburg/Veröffentlicht am 22.01.2026
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